
„Gott ist gegenwärtig“ – so beginnt eines der bekanntesten Lieder von Gerhard Tersteegen. Der pietistische Mystiker und Liederdichter des 18. Jahrhunderts meinte diese Gegenwart wörtlich: nicht nur im Gottesdienst, sondern überall, auch in der erwachenden Natur des Frühlings. Dabei schwärmte er nicht von der Natur um ihrer selbst willen. Er las in ihr wie in einem riesigen Buch, das von Gott erzählt – deutlich genug, um ihn zu erkennen, und bescheiden genug, um nicht an seine Stelle zu treten.
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