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Lange Nacht der Religionen 2023 – Eine Vision wurde Realität
Lange Nacht der Religionen 2023 – Eine Vision wurde Realität
Lange Nacht der Religionen 2023 – Eine Vision wurde Realität

Als die Planungen zur Langen Nacht der Religionen voranschritten und das Feuer der Begeisterung immer mehr Herzen in Brand setzte, hatte ich irgendwann eine klare Vorstellung, wie es an dem Abend aussehen könnte. Jedenfalls von der Konzeption her, denn Menschen konnte ich mir im Kirchenschiff, dem Vorraum und auf dem Vorplatz nicht vorstellen. Da fehlte dem Ingenieur in mir einfach die Vorstellungskraft. Trotzdem begeisterte mich diese Vision und die Hoffnung, dass diese real werden könnte.

Mit unserem Organisationkreis trafen wir uns drei Mal und tauschten uns auch zwischendurch immer wieder aus. Es waren tolle, konstruktive und motivierende Gespräche. Irgendwann war fast alles durchgeplant; soweit man es eben planen konnte. Aber die Frage, wie viele denn nun an dem Abend teilnehmen würden, blieb eine große Unbekannte.

Zunächst ging ich von 50 bis 60 Interessierten aus, weil alleine die, die sich begeistert in das Projekt eingebracht hatten, gefühlt bereits mindestens 30 waren. Als ich wenige Tage vor der Langen Nacht der Religionen rund 80 Striche auf dem Flipchart zählte, wagte ich die Prognose, dass es 100 bis vielleicht sogar 120 Teilnehmer werden könnten, denn wir erwarteten auch Geschwister aus anderen Gemeinden und natürlich auch Gäste, die nicht neuapostolisch waren. Ich hatte ernsthaft Sorge, dass Essen und Getränke zu knapp bemessen sein würden.

Als ich am Nachmittag der Langen Nacht der Religionen kurz vor 16:00 Uhr unser Kirchgrundstück betrat, stellte ich erfreut fest, dass bereits viele motivierte Schwestern und Brüder anwesend waren. Und es wurden permanent immer mehr. Als wir gegen 17:00 Uhr mit unserem Aufbau und den Vorbereitungen größtenteils fertig waren, nahm ich eine Vielzahl von völlig entspannten Menschen wahr, die sich in Gruppen über den gesamten Vorplatz verstreut gut gelaunt und angeregt unterhielten oder begeistert Wikinger-Schach oder Tischtennis spielten. Jung und Alt waren dabei – einfach alle! Und ich war nicht der Einzige, dem das mit Freude auffiel. Gegen 17:30 Uhr kam, wie bestellt, wieder die Sonne raus und es wurde einfach traumhaft. Der Duft von Bratwürsten, Waffeln und Crêpe soll wohl bereits von großer Entfernung wahrzunehmen gewesen sein. Das „Bild“ war nahezu perfekt.

Ich war zwar nicht dabei, habe mir aber sagen lassen, dass die Kinder viel Spaß beim Basteln der Musikinstrumente und dem gemeinsamen Musizieren hatten. Die interessant vorgelesenen geistlichen Kurzgeschichten und die vielen schönen Musikstücke, aufgeteilt auf drei Vortragsblöcke, sorgten während des Abends für eine schöne Abwechslung. Und ganz bestimmt war ich nicht der Einzige, der überrascht war, wie einfach und schnell man den Zuhörern ein Lied auf Lingala beibringen konnte. Die Ausstellung „Frauen in der Bibel“ und die Vorstellung unserer Afrikanischen Gemeinde (Anmerkung: Gemeinde im Sinne von Gemeinschaft, denn wir sind ja eine Gemeinde) sowie Schautafeln – auch Roll-Up-Banner genannt – und der Podcast „Minuten mit Gott“ bereicherten den Abend ebenfalls.

Als es nach 20:00 Uhr langsam dunkel wurde, kamen die bunte Beleuchtung unseres mit Scheinwerfern angestrahlten Kirchengebäudes sowie die vielen kleinen und großen Laternen wunderbar zur Geltung. Es war ein Bild zum Träumen.

Auch spät abends kamen immer wieder weitere Menschen hinzu und so zählte unser Evangelist Lars Lehné über den Abend 121 Teilnehmer. Natürlich ist das Zählen bei den vielen Menschen und dem Kommen und Gehen sehr schwierig, aber die Zahl ist realistisch, denn zum offiziellen Beginn der Langen Nacht der Religionen um 18:00 Uhr waren es bereits über 80 Teilnehmer. Bei der Anzahl der Gäste sind wir unsicher, weil auch viele Besucher aus anderen Gemeinden dabei waren, aber mindestens neun bis 12 müssten es gewesen sein.

Um 23:00 Uhr begannen wir mit dem Lied „Verleih uns Frieden“ vorgetragen von einer kleinen Chorgruppe und begleitet vom Klavier sowie dem anschließenden Vorlesen der Länder, die sich aktuell in einem bewaffneten Konflikt oder im Krieg befanden, das Friedensgebet vorzubereiten. Zum Friedensgebet brannten dann 28 Kerzen auf dem vor dem Altar bereitgestellten Tisch – für jeden Konflikt eine. Nach dem Friedensgebet, das unser Evangelist Lars Lehné sprach, beendete die kleine Chorgruppe begleitet vom Klavier den Abend mit dem zu Dankbarkeit und Zuversicht anregenden Lied „Frieden in der Angst der Welt“.

Ich danke herzlich allen, die durch ihr engagiertes Mitwirken, ihre Kreativität und ihre Anwesenheit den wunderschönen Abend in der Form ermöglicht und bereichert haben.

Vergelt’s Gott!


11.11.2023
Bodo Adamus
Thorsten Streiber
Gemeinde
341


Quelle: www.nak-berlin-citywest.de/news-gemeinde/88
Bildergalerie zum Beitrag (11.11.2023)
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